Vom Parteienverbot (28/2009)

Vom Parteienverbot (28/2009)

Freutag, 10. Juli 2009
Bundeswehrboy
Gothicgirl
Powerplayer
Schauspielerin
Superschülerin
Wirt
 

„Vom Parteienverbot zum Unrechtsstaat ist es leider nicht weit. Man kann nicht einfach alles ausblenden, also verbieten, was einem nicht passt. Damit werden diese Meinungen nicht ausgelöscht sondern möglicherweise extremisiert. Gäbe es keine NPD würden sich die rechtsradikalen auf verschiedene Gruppierungen aufsplittern was zunächst gut ist, da sie kurzzeitig getrennt weniger stark sind als vereint, und Politiker denken leider oft nur kurzfristig, bis zur nächsten Wahl, aber auf längere Sicht ist diese Szene weniger übersichtlich. Weniger überwachbar. Verschiedene Vereinigungen könnten um Ansehen konkurrieren und versuchen, sich mit Straftaten zu überbieten. Oder mit höheren Mitgliederzahlen. Dafür würden sie für ihre Zusammenschlüsse dann noch mehr werben als ohnehin schon. Das sind nur einige wenige Probleme. Und rechtsstaatlich ist das ohnehin nicht. Pluralismus lebt von verschiedenen Meinungen. Und unser Staat ist eine pluralistische Gesellschaft. Die Nazis und andere totalitäre Regimes haben stets versucht, mit unterschiedlichem Erfolg, Oppositionen auszuschalten. Wir sollten uns nicht auf diese Stufe stellen. Wir sollten das Problem, und Neonazis sind ohne wenn und aber ein Problem, lösen. Naiv ist, wer glaubt, dass es keine Nazis mehr gäbe sobald die NPD verboten ist. Quatsch. Trotz eines KPD-Verbots konnte der Kommunismus auch in der BRD über Jahrzehnte hinweg bis heute überdauern.“ „Sollen wir uns von den Taliban wirklich weiter terrorisieren lassen?“ „Lenk doch bitte nicht vom Thema ab. Das hatten wir doch schon so oft. Nicht schon wieder. Es gibt doch genug andere Probleme. Mister USA besucht die den offiziell ersten Mann im größten Land der Welt und hat für den Mann, der dort die erste Geige spielt und die Fäden in der Hand hält nur Zeit für ein Frühstück. So wird das nichts. Aus meiner Sicht ein klarer Fehler.“ „Die hätten gerne hier bei und mit uns frühstücken können.“ „Denen hätte ich was erzählt. Echt.“ „Okay, zurück zum Thema. Ich bin für mehr V-Leute – wie steht denn ihr dazu?“ fragt der Wirt während er dem im Sonnenlicht erstrahlenden Bild zuprostet.

„Jaja – die Schattenbehörden. Ich ärgere mich halt immer über die Aktionen, die absolut überflüssig sind. Ich bezahl sie nämlich. Wir bezahlen sie nämlich. Durch Steuern. Prinzipiell habe ich gar nichts gegen die. Sogar arbeiten würde ich für eine derartige Behörde, wenn man mich fragen würde. Haben sie aber bislang noch nicht. Dann sollen sie mich auch in Ruhe lassen. Oder bereite ich denen Ärger und Stress? Manchmal, so kommt es mir vor, observieren die mich. Und das so schlecht, dass ich sie problemlos abschütteln könnte wenn ich wollte. Außerdem merk ich immer gleich, dass sie wieder ein Auge auf mich werfen. Wie gesagt – mich wurmt, dass ich es bezahlen muss. Was soll der Quatsch also? Aber das war nicht deine Frage, lag mir dennoch auf den Lippen.“ „Vollgas. Das Wichtigste ist Vollgas. Ich kann es nur immer wieder betonen. Immer powern. Alles geben. An die Grenzen gehen.“ „V-Leute sind teuer, ineffizient und hochgradig unverlässlich, dies weiß doch jedes Kind“, sagt die Superschülerin ehe sie hinzufügt: „Ich geh dann mal. Ich muss noch lernen. Tschüss!“ Die Schauspielerin winkt ihr gekonnt hinterher und meint, dass sie so gerne hierher käme, da jeder seine Meinung sagen könne und jeder willkommen wäre. Dies fasziniere sie. „Hey Wirt, sag mal – nach was richt es denn? Hast du einen Pustekuchen gebacken?“ „Nein, natürlich nicht. Habe nur mal eben eine Suppe für mich selbst gekocht.“ Es gibt eben Menschen, die man nicht mit normalen Maßstäben messen kann. Gothicgirl: „Ich gehe dann auch mal. Carpe Noctem!“ „Hey – lernen ist Wettbewerbsverzerrung!“

Fortsetzung folgt.
© politecke

10.7.09 23:58

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