Die Probleme der Welt (31/2009)

Die Probleme der Welt (31/2009)

Samstag, 01. August 2009
Friedensfreund
Fußballfan
Gothicgirl
Sonderschüler
Spitzensportlerin
Wirt

“Die Probleme der Welt lösen sich nicht mit Geld. Und damit meine ich die wirklichen Probleme. Ungleichheit ist ein Problem. Wie wollen wir jedem gleiche Chancen, die gleiche Ausgangsposition, den gleichen Geldbetrag geben? Es geht nicht um das: ‚Woher nehmen?‘ Es geht viel mehr darum, festzulegen, worin dieser Gleichheitszustand konkret bestehen soll. Wodurch er charakterisiert wird. Er müsste definiert werden. Nur wie? Wie viel Geld pro Kopf? Dazu müsste man wissen, wie viel Geld es auf unserer Welt insgesamt gibt, was allerdings niemand wissen kann, da sich diese Summe ständig ändert. Dann müsste die ganze Kohle auch noch auf eine sich andauernd ändernde Menschenmenge verteilt werden. Leider kann das nicht klappen.

Hinzu kommen tausend andere Gründe die dagegen sprechen. Und wenn man es doch schaffen würde, alle absolut gleichzustellen, so müsste man erkennen, dass zahlreiche neue Probleme und Konflikte entstanden sind, da gar nicht alle gleich sein wollen. So lange diese Ungleichheit aber existiert, wird es Straftaten wie Diebstähle, aber auch Lügen und Betrügen und on top Morde geben. Kriege. Da beißt die Katze sich in den eigenen Schwanz. Unlösbar. Und erst recht nicht mit Geld. Und dieses grüne Hippie-Gerede einiger Gäste hier spar ich mir. Ist klar, dass ausgestorbene Arten durch Geld nicht wieder lebendig werden. Oder doch? Mal sehen, was die Zukunft bringt. Gentechnik und dergleichen. Mal abwarten. Aber mir ist das mehr oder minder egal. Priorität den zwischenmenschlichen Problemen! Das vordere ich vehement.“

 „Wo beginnt und wo endet die Gleichheit? Ist eine unterschiedliche Körpergröße nicht bereits eine Unausgewogenheit an Chancen? Vom finanziellen Aspekt ganz unabhängig. Und was ist mit Glück und Zufall? Wie sollen diese Faktoren fair verteil werden?“ Unterdessen wird das Gothicgirl vom wesentlich älteren Friedensfreund angebaggert. Sie ignoriert einfach und lauscht den Streithähnen. Der Fußballfan lässt sich vom Wirt einen Lappen geben um sein verschüttetes Bier aufzuwischen. „Gibt es Glück und Zufall überhaupt? Ich denke nicht. Ich glaube eher an Schicksal.“ „An Schicksal? Daran, dass alles vorbestimmt ist? Daran, dass du nur tust, was du tun musst? Daran, dass du keine Entscheidungsgewalt hast? Daran, dass du nur eine Marionette auf dem großen Spielfeld Erde bist?“

„Nichts passiert zufällig. Zufall ist doch nur eine faule Ausrede für Zusammenhänge, die wir nicht erkennen. Nur weil wir nicht verstehen, warum es gerade so gekommen ist, wie es gekommen ist, sprechen wir von Zufall. Das ist doch erbärmlich. Für alles gibt es rationale Erklärungen. Wenn wir würfeln, steht bereits fest, ehe der Würfel auf der Tischfläche landet, wie viele Augen wir würfeln werden. Die Beschaffenheit der Tischoberfläche steht fest – sie ist nie komplett eben. Geschwindigkeit und Winkel des Würfels stehen fest. Ebenso der Aufprallwinkel, die würfelähnliche Form des Würfels, die Temperatur, der Luftzug, die Reibung am Tisch und so weiter. Alle die schönen Parameter, die wir nur teilweise beeinflussen können.“ „Aber dann haben wir doch Einfluss! Und was, wenn jemand den Tisch umwirft, ehe der Würfel liegen geblieben ist?“ „Ein weiterer Parameter auf den ich keinen Einfluss habe. Nicht mehr und nicht weniger.

Fortsetzung folgt.
© politecke

2.8.09 20:37

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